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Warum fährt die U-Bahn nicht die ganze Nacht?

10. September 2013

Münchner Nächte können ganz schön lang werden. Ob man im Club tanzen oder einfach nur in Ruhe Cocktails schlürfen war, irgendwann ist der müde Punkt erreicht und dann möchte man – nein, keinen Absacker mehr trinken, sondern einfach nur noch heim ins Bett.

Je nachdem, wie spät es ist, kann man darauf hoffen, dass die letzte U-Bahn noch fährt. Hoffnungsvoll geht man auf den Eingang zu, aber: oh nein! Der Bahnhof ist abgeschlossen und erst in der Früh fährt wieder ein Zug. Da stellt sich die Frage: Warum fährt die U-Bahn eigentlich nicht die ganze Nacht durch?

Bei der Münchner U-Bahn gibt es eine kurze nächtliche Betriebsruhe, die dringend notwendig ist, um Arbeiten zu erledigen, für die tagsüber keine Zeit bleibt oder die den Betriebsablauf empfindlich stören würden. Unzählige Weichen, Stellwerke und Stromschienen müssen für ihren täglichen Job fit gehalten werden. Schienen wollen geschliffen, verschweißt und ausgewechselt sein und – last but not least – werden U-Bahnhöfe grundgereinigt, auf dass sie am nächsten Morgen wieder in neuem Glanz erstrahlen. Ein Riesenstaubsauger, der auf den Namen „Schlucki“ hört, fährt nachts im Münchner U-Bahnnetz und sorgt dafür, dass die Gleisräume wieder blitzblank werden. Denn der Bremsstaub von den U-Bahnen hinterlässt hier seine Spuren. Auch ein Schienenschleifzug zieht nachts seine Runden …es ist also ganz schön was los nachts in der U-Bahn!

Wer sich kein Taxi leisten möchte, kann trotzdem mit den Öffentlichen fahren. Seit 1994 gibt es in München ein Nachtliniennetz, das sich von der Innenstadt bis in die Außenbezirke erstreckt. Dreh- und Angelpunkt ist der Stachus – dort, wo auch das Nachtleben tobt. Die NachtTram- und NachtBuslinien sorgen dafür, dass die Feierwütigen auch in der U-Bahnbetriebspause gut nach Hause kommen. Na, dann können die nächsten Partynächte ja kommen …