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Schneeflöckchen, Weißröckchen …

11. Oktober 2013

„… wann kommst du geschneit? Du wohnst in den Wolken, dein Weg ist so weit.“ Kinder können den Winter oft kaum erwarten.

Klar, im Winter gibt es viele tolle Sachen: Schneeballschlachten, Schlittenfahren und Christkindlmärkte. Im Gegensatz dazu sind die Fahrgäste von öffentlichen Verkehrsmitteln oft gar nicht angetan vom Wintereinbruch und dessen Auswirkungen. Busse und Trambahnen werden wie auch Autos und Fußgänger von Schnee und Eis ausgebremst, was zu Verspätungen führen kann. Aber kommt denn der Winter nicht jedes Jahr pünktlich im – …. ähm, nun ja, … im Winter? Und kann die MVG da nicht planen?

Die Fachleute der MVG sind für den Winterdienst selbstverständlich vorbereitet, u.a. mit Räumgerät, Streusplitt in den Fahrzeugen und natürlich passenden Reifen. Leider verhält es sich mit der Witterung aber wie folgt: Auch das Wissen darüber, dass es schneien wird, hilft nicht vorbeugend, um Staus und Verspätungen zu vermeiden. Wenn die Straßen glatt sind, müssen Autos und Busse langsamer als sonst fahren – schon aus Sicherheitsgründen. Und da die Busse im Straßenverkehr mitfahren, kann das Verspätungen bringen.

Um das Trambahnnetz trotz Eis und Schnee befahrbar zu machen, werden nachts Sonderwagen eingesetzt, die die Schienen und Gleise sauber machen. Mollig warm wird es den Gleisen stellenweise von unten: Alle wichtigen Trambahnweichen sind mit Thermofühlern ausgestattet. Integrierte Heizungen sorgen ab 6 Grad dafür, dass die Rillen nicht zufrieren. Wenn sich aber auf den Gleisen große Schneemengen befinden oder festgefahrener Schnee die Schienenrillen blockiert, kann das den Verkehr aus dem Takt bringen. Autos können ebenfalls Schnee auf die Kreuzungen schieben und die Tram beeinträchtigen.

Und obwohl die U-Bahn die kalte Jahreszeit weniger kümmert, wird auch hier Winterdienst notwendig: Die Außentreppen an allen U-Bahnhöfen und die Rolltreppen zur Oberfläche sind mit Heizungen ausgestattet, die bei entsprechender Temperatur und Feuchtigkeit eingeschaltet werden. An den oberirdischen Streckenabschnitten wie auf der U6 im Norden kann die Witterung ebenfalls zuschlagen. Der Winter kommt nicht überraschend, aber er kommt – auch für U-Bahn, Bus und Tram. Der Vorteil gegenüber winterlichem Autofahren ist: Sie müssen die Trambahnen und Busse nicht vom Schnee freischaufeln, können in ein warmes Fahrzeug einsteigen und Eiskratzen fällt auch weg!