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Ja, wo rollen sie denn?

16. Oktober 2013

Eine Besonderheit der Münchner U-Bahn sind ihre 771 Rolltreppen. Von 100 Bahnhöfen sind 98 damit ausgestattet.

Damit verfügt die Landeshauptstadt im U-Bahnbereich über fast so viele Rolltreppen wie Berlin, Hamburg und Köln zusammen – in Bayern sagt man dann gern selbstbewusst: „Wer ko, der ko!“. Die Rolltreppen haben einiges auf dem Kasten: Sie können nicht nur nach oben oder unten gehen sondern auch die Richtung wechseln. Bei diesen Rolltreppen mag man sich frei nach dem berühmten Loriot-Sketch beim Pferderennen denken: „Ja, wo rollen sie denn, wo rollen sie denn hin!?“. Kann man eigentlich Einfluss auf die Laufrichtung nehmen?

Die Laufrichtung einer wechselnden Rolltreppe kann man erst dann verändern, wenn keiner mehr darauf steht und sie eine kurze Verschnaufpause einlegt – es ist also ein winziges bisschen Geduld gefragt. Entgegen wildester Gerüchte bringt es gar nichts, auf das Wechselzeichen zu drücken, denn die Rolltreppe reagiert darauf überhaupt nicht. Dafür aber auf weit sanftere Impulse: Wenn die Rolltreppe stillsteht und eine Person die Lichtschranke betritt, rollt die Treppe in die gewünschte Richtung an.

Auch die beste Technik bringt allerdings nichts, wenn man nicht aufeinander Rücksicht nimmt: Sollte an einem Ende der Rolltreppe jemand stehen, der auf diese dringend angewiesen ist, kann man die anderen Fahrgäste freundlich bitten, kurz zu warten oder die Treppe zu nehmen. Das gibt für Sie in jedem Fall Pluspunkte aufs Karmakonto und ist für die Anderen ein kostenloser kleiner Fitness-Workout.