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Wer hat an der Uhr gedreht?

23. Oktober 2014

Am Sonntag um 3 Uhr morgens wird die Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt. Freude kommt da bei allen Schlafmützen auf, denn die Nacht ist eine Stunde länger. Aber auch Nachtschwärmer frohlocken über eine zusätzliche Stunde im Club. Was aber gibt es für sie zu beachten, wenn sie in den beiden 2-Uhr-Stunden mit U-Bahn, Bus und Tram unterwegs sind?

Die MVG Nachtbusse und -trambahnen verkehren im Wechsel zur Winterzeit in beiden 2-Uhr-Stunden, also insgesamt eine Stunde länger. Aber aufpassen: Die U-Bahnen sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur nach der „alten“ Sommerzeit unterwegs.

Die Zeitumstellung erfolgt bei der MVG automatisch, sonst würde man auch kaum damit fertig: Rund 100 sogenannte Hauptuhren in den Betriebsräumen der U-Bahn empfangen das von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt erzeugte Zeitsignal per Funk und geben den Impuls an alle Uhren im MVG Netz weiter. Und das sind jede Menge: Bei U-Bahn, Bus und Tram gibt es über 1.500 Uhren allein in den öffentlich zugänglichen Bereichen.

Aber auch Ticketautomaten und Entwerter in den U-Bahnhöfen haben Uhren eingebaut. Sie werden in weiser Voraussicht umprogrammiert, um pünktlich zur Umstellung nach der neuen Zeit zu ticken. Im Bus und in der Tram richten sich die Ticket- und Stempelautomaten nach dem Bordcomputer des Fahrers.

Bei einem Verkehrsunternehmen gibt es bei der Zeitumstellung ganz schön zu tun, was? Da kann man ja froh sein, dass es im eigenen Haushalt vergleichsweise wenige Uhren gibt, die man noch per Hand umstellen muss. Obwohl, das sind ja nach genauerem Überlegen doch noch einige: Der Vintage-Wecker aus den 70ern, die Taschenuhr von Opa, die Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald …