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Eine Säule für alle Fälle

19. Januar 2016

Sie stehen an jedem Bahnsteig der U-Bahn und in den Zwischengeschossen: die roten Notfallsäulen. Wir stellen kurz vor, welche Funktionen in den langen Roten gebündelt sind, die allesamt einfach zu verstehen und kinderleicht zu bedienen sind.

Leuchtend rot, übermannshoch und mit dem SOS an der Spitze auch aus der Entfernung gut erkennbar: 454 MVG Notfallsäulen stehen in allen 100 Münchner U-Bahnhöfen und Zwischengeschossen. Die Notfallsäulen kosteten insgesamt 3,8 Millionen Euro. Ausgestattet sind sie unter anderem mit einer direkten Notruf-Verbindung in das MVG Betriebszentrum, mit Nothaltgriffen für jedes U-Bahngleis und mit einem Inforuf für sonstige Anfragen zum Betrieb. So bündeln sie sämtliche Sicherheitseinrichtungen der MVG. Auch ein Feuerlöscher ist in den Säulen an den Bahnsteigen untergebracht. So kann in einem Notfall jeder schnell Hilfe holen oder selbst Hilfe leisten.

Das alles steckt in einer MVG Notfallsäule:



An allen U-Bahnhöfen
An jedem der 100 Münchner U-Bahnhöfe ist zudem jeweils in einer Säule auch ein Defibrillator (Erklärspot auf unserem Youtube MVG Service) untergebracht. Den Weg zum Defibrillator weist das zugehörige Symbol: ein weißes Herz auf grünem Hintergrund. Die Defibrillatoren wurden dank verschiedener Spender finanziert. Auch die SWM hatten für die Ausstattung 66.000 Euro an den Verein „München gegen den plötzlichen Herztod“ gespendet. Diese kleinen Geräte zur Lebensrettung bei Herzkammerflimmern sind von jedermann einsetzbar. Der Helfer wird von einer Spracheinweisung durch die Bedienung geführt und kann dabei nichts falsch machen: Ein Elektroschock wird nur abgegeben, wenn ein lebensbedrohlicher Zustand vorliegt. Fehlerhafter Gebrauch ist praktisch ausgeschlossen. Wichtig ist: Mit Entnahme des Defis muss der Helfer das Betriebszentrum per Notruf verständigen, damit zusätzliche Hilfe kommt.


Die Mitarbeiter der U-Bahnwache kennen sich gut mit den Funktionen der Notfallsäule aus.

Zentral und gut sichtbar
„Die MVG Notfallsäule ist eine Eigenentwicklung der MVG, die es in dieser Form sonst nirgendwo gibt“, erklärt MVG Chef Herbert König. Durch die Ausstattung mit Defibrillatoren übernimmt die MVG zudem eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. 2001 war die MVG deutschlandweit das erste Verkehrsunternehmen, das ein solches Gerät im U-Bahnbereich installiert hatte. Seither wurde die Ausstattung nach und nach aufgestockt, mehr als 20 Menschenleben konnten schon dadurch gerettet werden.

Die Sicherheitseinrichtungen an der Notfallsäule darf und soll jeder in entsprechenden Fällen nutzen. Zögern Sie nicht, wenn Sie beobachten, dass jemand Hilfe benötigt, oder wenn Sie selbst Hilfe brauchen!