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Da geht’s lang: Das MVG Leitsystem

06. Juli 2016

Der modernisierte U-Bahnhof Marienplatz ist das jüngste Beispiel dafür, wie das Leitsystem der MVG die Orientierung in den Gebäuden erleichtern - wo genau sich die Helferlein befinden, erklären wir im Beitrag.

Beleuchtete und übersichtlich strukturierte Schilder, Buchstaben für die verschiedenen Aufgänge sowie eine klare Wegeleitungen helfen den Fahrgästen an immer mehr U-Bahnhöfen, schnell dorthin zu kommen, wo sie hinwollen. Wo geht’s an der Münchner Freiheit von der U3 zum Bus 54? Welcher Aufgang fährt vom U-Bahnsteig am Marienplatz zum MVG Kundencenter? In immer mehr U-Bahnhöfen sind verschiedene Info-Elemente gut vernetzt, um die Fahrgäste schnell und ohne Umwege an ihr Ziel zu bringen.


Leitsystem an der Decke
Beim Blick an die Decke hilft die Leitbeschilderung weiter – eine eigens entwickelte Strukturierung und große Piktogramme ermöglichen einer guten Lesbarkeit auch aus der Ferne. Wo es technisch umsetzbar ist, etwas am Hauptbahnhof und Marienplatz, in die Schilder extra beleuchtet, um die Barrierefreiheit weiter zu verbessern. Für das Konzept des Leitsystems hat die MVG auch Wahrnehmungspsychologen zu Rate gezogen und die Elemente mit Behindertenverbänden abgestimmt. Ergänzt werden die Leitschilder durch Orientierungselemente auf Augenhöhe. In den Vitrinen aller Stationen hängen eigens angefertigte Umgebungspläne. Sie zeigen die Lage des U-Bahnhofs in seiner Umgebung nebst Straßenverzeichnis.

Jeder Abgang hat einen Buchstaben
Markiert ist im Plan, wohin welcher Aufgang führt und welche öffentlichen Einrichtungen, Geschäfte oder Kliniken in der Nähe sind. Nützlich: Den Aufgängen ist je ein Buchstabe zugeordnet. Hat man etwa im Umgebungsplan am Bonner Platz erkannt, dass D zu Unertlstraße führt, dann folgt man einfach den Schildern, die zum Ausgang D weisen.
 
Ebenfalls praktisch: An den Abgängen zu den Bahnsteigen aller 100 U-Bahnhöfe stehen die Übermannshohen Linienverlaufsschilder. So erfassen auch eilige Nutzer auf den ersten Blick, wo sie sich auf der Linie befinden, wie die nächsten Stationen heißen und welchen Bahnsteig sie für ihre Wunschrichtung nehmen müssen.



Keine Hetze dank Abfahrtsdaten
Eine Neuerung an den großen Umsteigebahnhöfen Hauptbahnhof und Marienplatz sind Echtzeitmonitore. Sie zeigen schon an den Abgängen von der Oberfläche und im Zwischengeschoss an, welche Linien hier als nächstes fahren. Oberirdisch sind an beiden Bahnhöfen zudem große Infosäulen aufgestellt, die als Fernhinweis für die Zugänge dienen. Das System kann flexibel ergänzt werden, etwa im Zwischengeschoss der Station Münchner Freiheit: Hier sind zentral im Gebäude quadratische Infostelen aufgestellt, die an allen Seiten Hinweise tragen. Sie helfen Menschen, die schlecht sehen können oder die Mühe haben, weit nach oben zu schauen.



Barrierefreiheit großgeschrieben
Mit zum Leitsystem gehören auch taktile Spuren am Boden. Fahrgäste mit Blindenstock können die Rippenplatten ertasten. Da sie farblich vom Boden abgesetzt sind, helfen sie auch Nutzern mit Sehbehinderung. Zudem sind die Handläufe der Aufgänge mit Blindenschrift versehen, ebenso die Knöpfe der Notfallsäule und die Tasten in den Aufzügen. Die Notfallstelen und die Fahrkartenautomaten haben darüber hinaus ihre Bedienelemente in einer Höhe, die auch Menschen im Rollstuhl gut erreichen können.



Wo U-Bahnhöfe im Netz der MVG modernisiert werden, wird das neue Leitsystem gleich mit integriert. Aber auch an den bestehenden Stationen geht der Ausbau voran – und davon profitieren immer mehr Fahrgäste. Schauen Sie sich doch gleich einmal an Ihrem Stammbahnhof um.