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Kleines MVG Winter-ABC

04. Januar 2017

Der Winter kann schön sein in München. Doch so reizvoll die kalte Jahreszeit auch ist, bei Schnee und Eis kommen Bus und Tram einfach langsamer voran. Was wir tun, um Sie trotzdem gut durch die Stadt zu bringen, erfahren Sie in unserem kleinen Winteralphabet.

A wie: Alle Jahre wieder
Ob früher wie auf dem Bild im Jahr 1954, oder heute: Jedes Jahr kommt der Winter. Er kommt mal früher, mal später, aber doch ziemlich gewiss. Und mit ihm unvermeidlich glatte Straßen, Schnee und Eis. Das Wissen darüber, dass es schneien wird, hilft jedoch nicht vorbeugend, um Staus und Verspätungen zu vermeiden. Der Schnee muss schließlich erst fallen, bevor er geräumt werden kann.


G wie: Glatte Straßen
Bei widrigen Wetterbedingungen kommen alle langsamer voran. Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer und auch Bus- und Trambahnfahrer. Um sich und andere nicht zu gefährden, müssen die Fahrer von Bus und Tram dabei besonders vorsichtig sein: Sie tragen schließlich die Verantwortung für ihre Fahrgäste.


So war die Sicht aus der Tram an diesem Neujahrstag - verständlich, man da nicht Vollgas geben kann. Foto: Piotr Adams

H wie: Heizung
Nicht nur die Fahrzeuge der MVG sind beheizt. An allen wichtigen Weichen der Trambahn sind Heizungen installiert, um die Weichen beweglich zu halten. Sensible Thermofühler sorgen ab 6 Grad Celsius Außentemperatur dafür, dass die Heizungen anspringen und die Weichen es schön warm haben – und vor allem weiterhin funktionieren.

O wie: Oberleitungen
Die Oberleitungen, über die die Tram ihrem Fahrstrom bekommt, werden normalerweise schon durch das tägliche Befahren frei von Schnee gehalten. Wenn es allerdings zu stark schneit oder gefriert, setzt die MVG nachts Sonderwagen ein, die dann die Leitungen eisfrei räumen.

S wie: Sand
Auch die Tram tankt – und zwar Sand. Bremssand, um genau zu sein. Der Sand erhöht die Reibung zwischen Rad und Schiene und verkürzt in gefährlichen Situationen den Bremsweg. Das Fahrzeug hat bei Nässe und Glätte so mehr Haftung auf den Schienen. Mit einem Tastendruck vom Fahrer wird der Sand direkt vors Rad geblasen.

T wie: Treppenheizung
An jedem U-Bahnhof gibt es Heizungen, die dafür sorgen, dass die Treppen von und zur Oberfläche nicht zur Rutschbahn werden. Sie springen an, wenn eine bestimmte Außentemperatur unterschritten wird. Außerdem werden auch die Rolltreppen beheizt, damit auf dem Weg zur U-Bahn keiner ins Schlittern kommt.

V wie: Verspätung
Wenn es wegen Straßenglätte und Schnee im gesamten Verkehr etwas langsamer geht, verspäten sich auch die Busse. Wegen Schnee in den Gleisen können auch Trambahnen im Winter nicht so flott wie gewohnt sein. Und sogar die U-Bahn kann betroffen sein vom Wintereinbruch, da sie auf manchen Streckenabschnitten auch oberirdisch fährt.

Wo die Tram abseits der Straßen fährt, müssen mitunter die Räumfahrzeuge von SWM/MVG ran. Foto: Wolfgang Wellige

W wie: Winterdienst
Winterdienst ist vordringlich eine Aufgabe der Landeshauptstadt München. Allein an den Haltestellen von Tram und Bus werden ganze 2.100 Kilometer geräumt. Dennoch hat auch die MVG einen eigenen Fuhrpark für den Winterdienst – extra zum Räumen kniffliger Gleisbereiche.

Z wie: Zwei-Wege-Fahrzeug
Drei bis zu 231 PS starke Zwei-Wege-Fahrzeuge hat die MVG, um Schnee zu räumen. Die Zwei-Wege-Fahrzeuge sehen aus wie kurze bullige Lkws und sind echte Multitalente: Sie können sowohl auf der Straße als auch auf den Trambahnschienen eingesetzt werden.

Dieser Artikel ist auch in unserem Kundenmagazin MVGinfo erschienen, Ausgabe 4/2013.