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MVG setzt auf 100 Prozent Elektromobilität

31. Mai 2017

München ist (fast) seit jeher elektromobil: Mit Tram und U-Bahn sind 80 Prozent des MVG Verkehrsangebots längst elektrisch. Und zunehmend kommt jetzt auch der Elektroantrieb auf den Straßen ins Rollen – bei Autos und Linienbussen.

"Unsere Vision ist es, auch den MVG Busverkehr in Zukunft zu 100 Prozent mit Strom zu betreiben – und zwar mindestens so wirtschaftlich wie heute", erklärt MVG Bus-Chef Ralf Willrett. Bis dahin ist allerdings noch einiges an Entwicklungsarbeit seitens der Fahrzeug- und Batteriehersteller notwendig. So ist ein finanzierbarer, technisch ausgereifter und zuverlässiger Elektro-Gelenkbus mit rund 300 Kilometern Reichweite, wie er für einen Ganztageseinsatz in München gebraucht würde, derzeit noch nicht erhältlich. Die MVG setzt in ihrem Netz auf E-Busse mit Über-Nacht-Ladung im Betriebshof.

Seit Jahren unterstützt die MVG die Entwicklung durch Tests von Prototypen im Betriebsalltag. Sieben unterschiedliche Elektrobusse fuhren seit 2013 probeweise durch München, weitere werden folgen. Zudem haben SWM und MVG eine Innovationspartnerschaft mit MAN geschlossen. Die Expertise der MVG als Busbetreiber fließt dabei u.a. in die Konzeption von Prototypen mit batterieelektrischem Antrieb ein. MAN plant zum Beispiel, diese ab 2018 zu fertigen.

E-Buslinie bis 2020

Die ersten beiden Elektrobusse, die die MVG mit Unterstützung der Landeshauptstadt kauft, sind zwei Solobusse des Herstellers Ebusco. Sie kommen per Schiff aus China (Fotos oben: im Hafen von Rotterdam) und werden in einigen Wochen auf der Museenlinie StadtBus 100 in den Dauerbetrieb starten.

Bis spätestens 2020 soll im Rahmen des Münchner Luftreinhalteplans auch eine reine Elektrobuslinie kommen. Der genaue Zeitpunkt ist von der Entwicklung der Technik abhängig. Beim Bau des neuen Busbetriebshofs in Moosach, der das jetzige Depot in Laim ersetzen wird, planen die Fachleute die Infrastruktur für den Elektroantrieb bereits mit, etwa in den Werkstätten.

 Vernetzte Mobilität

Schon jetzt bauen SWM und MVG die Infrastruktur für Elektromobilität für die Bürger aus. Im Stadtgebiet entstehen in nächster Zeit bis zu 15 E-Mobilitätsstationen ähnlich der Station an der Münchner Freiheit. Sie bündeln Nahverkehr, MVG Rad, CarSharing und Ladesäulen für Elektroautos - eine stadt- und umweltfreundliche Auswahl, um flexibel unterwegs zu sein. Gefördert wird der Ausbau im Rahmen mehrerer Projekte der EU sowie des Bundes. 

Mit bis zu 100 Ladesäulen, die je zwei Lademöglichkeiten bieten, werden die SWM heuer die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos weiter ausbauen. Die erste Säule eröffneten SWM Geschäftsführer Florian Bieberbach und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (Foto unten) am Bonner Platz. Der Stadtrat hat außerdem die Finanzierung weiterer 33 Ladestationen beschlossen, darunter bis zu zehn sogenannte Multicharger inklusive Schnellladung.

App MVG more zeigt auch Ladesäulen an

Das digitale Angebot für multimodale Mobilität entwickelt sich zeitgleich weiter: Die App MVG more zeigt in der Umgebungskarte neben ÖPNV, MVG Rad und Carsharing-Angeboten auch die mit M-Ökostrom betriebenen SWM Ladesäulen an. Neuerdings ist dort das spontane Laden ohne Tankkarte per Smartphone möglich – dank der Direktbezahllösung „ladepay“. Als Münchner Energie- und Verkehrsexperten sind SWM und MVG damit auch Wegbereiter der Elektromobilität.

 Weitere Infos: www.swm.de/elektromobilitaet

Der Artikel ist auch in der Kundeninformation MVGinfo Nr. 2/2017 erschienen.