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Gib Gummi, Handlauf!

01. Juli 2013

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz im Münchner U-Bahn-Dschungel: rechts stehen, links gehen!

Warum, ist klar oder? Damit Leute, die sehr wichtig sind, und in der bayerischen Landeshauptstadt sind das ja bekanntlich so einige, an den anderen vorbeihechten können. Und wehe, man wagt es und stellt sich links hin, um mit seiner Begleitung besser ratschen zu können. Sogleich schallt es ohrenbetäubend von allen Seiten „Rechts stehen …!“ gefolgt von ein paar gepflegten Schimpfworten der harmloseren Art. Das nachfolgende Gesetz aus den Tiefen der Münchner U-Bahnhöfe ist ein klein wenig rätselhafter.

Vielleicht haben Sie schon einmal bemerkt, dass der Handlauf immer schneller ist als die Rolltreppe selbst. Spätestens dann, wenn einem die eigene Hand davonfährt, oder? Wenn man diese nicht alle paar Meter ein Stück nach hinten setzt, kommt man sich schnell so vor, als würde man gymnastische Dehnübungen machen. Hintergrund ist, dass der Handlauf nicht langsamer sein darf als die Rolltreppe. Deswegen wird er bei der Montage von den Technikern in weiser Voraussicht erst einmal schneller eingestellt. Mit der Zeit nutzt sich dann der Handlauf, der aus Hartgummi besteht, ab und wird langsamer. Würde der Handlauf aber der Rolltreppe hinterher trödeln, zöge es einen nach hinten – was deutlich unangenehmer wäre, als der leichte Zug nach oben. So kommt es, dass der Handlauf im Wettrennen mit der Rolltreppe immer die Nase vorn hat.