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Das Zamperl fährt öffentlich

05. Juli 2013

„Mei, is des Zamperl nett!“ Über kleine Hunde, auf bayerisch Zamperl, in U-Bahn, Bus und Tram freut sich der Münchner sakrisch – schnell kommt ein Gespräch mit dem stolzen Besitzer in Gang: „Mag er gern Leberwurscht?

Also mein Waldi, des war ein Dackel, wissen’s, der hat ja immer …“. Das Zamperl ist ausgesprochen nahverkehrsaffin: Es hüpft schneidig in die Tram, hält einen kurzen Powernap und meidet figur- und sicherheitsbewusst die Rolltreppe. Welchen Fahrpreis muss man eigentlich fürs Zamperl zahlen?

Kleine Hunde dürfen im Korb oder in einer Tasche umsonst mit den Öffentlichen fahren. Allerdings ist es verschwendete Liebesmüh‘, die hüfthohe Dogge in eine Reisetasche zu stopfen, denn ein Hund darf pro Fahrgast mit gültigem Ticket ohnehin mitgenommen werden. Wenn Sie eine zweite vierbeinige Begleitung haben, lösen Sie für sie einfach eine Kinderfahrkarte. Sollten Sie ein etwas bissigeres Exemplar à la Achtung-Briefträger besitzen, muss es für die Fahrtdauer einen Maulkorb tragen.

Das Zamperl kann übrigens keinen eigenen Sitzplatz beanspruchen. Aus Rücksicht gegenüber anderen Fahrgästen gilt: Wenn es oben sitzen soll, dann bitte auf dem Schoß des Besitzers. Denn Hundehaare auf der Kleidung erfreuen die wenigsten. Für alle Hunde, ob winziger Chihuahua oder riesiger Anatolischer Hirtenhund gilt, dass sie an die Leine genommen werden müssen und innerhalb der Stationen nicht frei laufen dürfen – nicht zuletzt zu ihrem eigenen Besten.