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Am Sendlinger Tor geht es jetzt in die Tiefe

28. Februar 2017

Ein etwas anderer Spatenstich an der Blumenstraße: Das Bohrpfahlgerät arbeitete sich am 27. Februar 2017 vor klickenden Kameras die ersten Meter in den Boden. Hier entsteht eines von zwei neuen unterirdischen Zugangsbauwerken.

Beeindruckende Dimensionen: Zum sicheren Aufstellen der Bohrpfahlgeräte auf dem Baufeld in unmittelbarer Nähe zum Sparkassen-Gebäude dienen Autokräne wie dieser, die nur im Vergleich zum Hauptarbeitsgerät "kleiner" wirken...

Die grün markierten Stahlbeton-Schablonen liegen schon auf dem Boden: Der Umriss der späteren Bauwerke wird jetzt mit Bohrpfählen umgrenzt. Das riesige Bohrpfahlgerät dreht dazu Bohrrohre senkrecht in den Baugrund ein, im gleichen Zug wird das Erdreich ausgebohrt.

 

Wenn die Endtiefe des späteren Bauwerks von bis zu 30 Metern erreicht ist, kommt Beton in das Rohr. Direkt daneben geht es weiter mit dem nächsten Bohrrohr, so entstehen nach und nach die Wände im Untergrund. Danach wird in Teilen der Deckel - die spätere Abschlussdecke des Bauwerks - hergestellt. Anschließend können die Bauarbeiter unter dem Deckel und innerhalb der entstandenen Bohrpfahlwand das Erdreich ausheben. 15.000 Kubikmeter Boden kommen an dieser Stelle zusammen.

Die Dimension des Bohrpfahlgeräts verdeutlicht das Fotoexperiment im Panoramaformat:

 

Blick nach vorne: Für das Jahr 2021 ist die Inbetriebnahme des neuen Zugangs zur U-Bahn am Sendlinger Tor geplant. Er wird dazu beitragen, im U-Bahnhof selbst das Gedränge zu reduzieren. Wer von der U1/U2-Ebene raus in die Stadt will, muss künftig nämlich nicht mehr wie alle anderen Fahrgäste durch die Mitte des U-Bahnhofs. Man kann dann an beiden Bahnsteig-Enden die neuen Gänge ins Freie nutzen.

Hier geht es zu den weiteren Blog-Beiträgen im Bautagebuch Sendlinger Tor.