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Im Untergrund tut sich was ...

21. Dezember 2017
vk

Ende Dezember sieht man die Fortschritte an der Großbaustelle am Sendlinger Tor schon deutlich. Direkt am Sendlinger-Tor-Platz wird derzeit die Decke zu einem der beiden sich im Bau befindlichen Erweiterungsbauwerke eingezogen. Auf dem Foto ist direkt in der Mitte eine Betonwand zu erkennen – hier wird die Wand später durchgebrochen, um das neue Bauwerk an den bestehenden Bahnhof anzuschließen und damit den ehemaligen Ausgang wieder zu öffnen. 

Überkreuzte Stahlstangen sind Bestandteil der Decke des Erweiterungsbauwerks. Die Stahlstangenkonstruktion wird später mit Beton ausgegossen - die sogenannte Bewehrung. Die Baustellenlogistik mit An- und Abtransport des Baumaterials sowie der Baustellenfahrzeuge inmitten der Innenstadt ist eine der großen Herausforderungen … Denn nur ein paar Meter neben den Baufeldern braust der Verkehr vorbei!

Überall mangelt es an Platz: Bauschutt, der bei der Sanierung des U-Bahnhofs anfällt, kommt in große Säcke. Diese werden später von einem Gabelstapler auf Züge geladen und über das U-Bahnnetz abtransportiert. 

 

Hier wird für die Vereisung vsl. im Frühjahr 2018 alles in die Wege geleitet. Was da genau passiert? Die Rohbauten der neuen Erweiterungsbauwerke, die derzeit an der Sonnen- und Blumenstraße errichtet werden, müssen an die bestehenden Bahnsteigröhren der U1/U2 angeschlossen werden. Weil in der Tiefe bereits das Grundwasser ansteht, müssen die Fachleute den Baugrund für die Durchbrüche vereisen. Die Gefrierrohre, über die die Sole durch den Boden strömt und dort das Erdreich gefriert, sieht man hier an der Oberfläche: 

 

Im Hintergrund steht der rote Container, in dem das Kältemittel gekühlt wird – man kann sich das Ganze wie einen großen Kühlschrank vorstellen. So gelangt die Kälte ins Erdreich: 

Nicht nur von oben gelangt das Kältemittel in die Rohre im Erdreich, auch in den Wänden der Baugrube wird vereist. Hier sieht man die Anschlüsse in der Wand:  

 

Das Sparkassengebäude aus der Froschperspektive: Es wirkt aus knapp 10 Meter Tiefe extrem hoch. Allerdings ist hier noch nicht Schluss – noch bis ungefähr 20 Meter muss sich der kleine Bagger, der in dieser Tiefe hauptsächlich Sand aus der Erde buddelt, graben. Dann kann in der Baugrube (hier an der Blumen-/Wallstraße) das neue Erweiterungsbauwerk in die Höhe gezogen werden. 

 

Über eine lange Leiter geht es wieder hinauf …

 

… von wo aus man schließlich einen spektakulären Blick in die Tiefe hat: 

 

In früheren Blogbeiträgen unseres Bautagebuchs Sendlinger Tor haben wir bereits Details zum geplanten Treppen-Dreh und zum künftigen Erscheinungsbild des U-Bahnhofs Sendlinger Tor veröffentlicht sowie zu einem Stand der Baustelle im Oktober 2017. Weitere Informationen: www.mvg.de/sendlinger-tor