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Vor der U3-Baustelle kommen die Pläne

03. November 2016

Wenn eine Baustelle sichtbar wird, wenn die Fahrgäste auf den Ersatzverkehr umsteigen müssen und die Baumaschinen anrücken, dann gehen für einige Fachleute bei der MVG bereits viele Wochen der Vorarbeit zu Ende.

Bevor nämlich eine U-Bahnlinie für einen längeren Zeitraum unterbrochen wird, müssen die Hintergrundsysteme für die Zugumläufe, Fahr- und Dienstpläne und für die Kundeninformation entsprechend geändert werden.

Viel Arbeit liegt beim Baustellenstart zum Beispiel hinter den Kollegen, die mit der Fahrplan-Erstellung betraut sind. Jeder Netzabschnitt des U-Bahnsystems ist auf ihren Rechnern mit Parametern hinterlegt, die die Fahrt- und Wendezeit der Züge vorgeben. Wird ein Streckenabschnitt gesperrt, dann verändern sich die Umlauf- und teils auch Abfahrtszeiten entsprechend. Damit sich die Fahrgäste über die geänderten Fahrpläne informieren können, werden die Daten vorab in die Elektronische Fahrplanauskunft eingespeist. So erscheint während der fünf Monate die U8 mit ihren Abfahrtszeiten bei einer aktuellen Verbindungsauskunft auf der Homepage oder in der App MVG Fahrinfo München.

Nicht nur vor Ort - auch digital muss die Fahrgastinfo stimmen.

Um zu überprüfen, ob auch wirklich alles passt, was das Planerteam in der Theorie vorbereitet hat, hat sich einer von ihnen am 31. Oktober 2016 in aller Herrgottsfrüh nach Moosach aufgemacht: Da er auch die Fahrerlaubnis für die U-Bahn besitzt, sitzt Christoph T. um 4 Uhr früh im ersten Zug der U8 zum Scheidplatz.

Aus dem Fahrerstand prüft er an den Bahnhöfen die Anzeiger: Sind sie für die Information der ersten Fahrgäste korrekt umgestellt, erscheint überall die Baustellenlinie U8 auf den Monitoren? Zudem hilft seine Überprüfung auch bei internen Fragen weiter, die etwa Mitarbeiter aus dem Fahrdienst oder aus dem Betriebszentrum zum Start einer so umfangreichen Baumaßnahme haben und die nicht in der vorab verteilten Dienstanweisung stehen.

Hier passt alles: Zug und Anzeiger mit der richtigen Linienbeschriftung.

Der Kollege wird prompt fündig: An zwei Zugzielanzeigern bemerkt er noch eine falsche U3 statt der U8 auf dem Monitor. Auch einen Detailfehler im Fahrplan, der ihm auf der Strecke aufgefallen ist, kann er, zurück im Büro, selbst zeitnah korrigieren. Der frühe Einsatz hat sich gelohnt, damit die Fahrgäste trotz der Umstellung möglichst gut informiert ans Ziel kommen.

Fotos: Wolfgang Wellige

Ausführliche Infos zur U3-Baustelle auf der MVG Sonderseite: www.mvg.de/u3