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Alle Jahre wieder: Der MVG Wiesn-Container

22. September 2014

Fast das ganze Jahr schlummert der Wiesn-Container selig wie Dornröschen vor sich hin. Für zwei Wochen wird er aber zum Oktoberfest wachgeküsst.

Der mobile Servicestand wird direkt am U-Bahnhof Theresienwiese platziert. Ein Team von Studenten, die von der MVG geschult sind, berät die Oktoberfestbesucher – in fast allen Sprachen und manchmal sogar mit Händen und Füßen. Viele hundert MVG Mitarbeiter sind jedes Jahr zur Wiesn im Sondereinsatz, unterstützt von einigen Kollegen auf Zeit. Für den Einsatz im Wiesn-Infocontainer schult die MVG eigens Studenten. 15 von ihnen sind zum Oktoberfest im Schichtbetrieb vor Ort. Von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts stehen sie an drei Beratungsplätzen für Auskünfte bereit. Sie verkaufen Fahrscheine, geben Fahrplantipps und lächeln auch dann noch charmant, wenn der Besucher mehr als nur eine Radlermaß intus hat. Am besten verkaufen sich Streifenkarten, Tages- und Einzelfahrkarten. Einer der Mitarbeiter im Wiesn-Infocontainer empfiehlt drei Italienern, die zur Allianz Arena möchten, ein Partner-Tageskarte, wenn sie wieder zurück aufs Oktoberfest wollen: „Andanta ritorno?“ fragt er deshalb – „Und wieder zurück?“ –, und bekommt ein „Si!“ zur Antwort.

Ein offenes Ohr für alle

„Die häufigsten Fragen sind die nach dem Geldautomaten und den Toiletten“, erzählt die Studentin Kathrin lachend, die schon im dritten Jahr hier arbeitet. Die Besucher kommen mit den unterschiedlichsten Anliegen, sagt sie, auch mit sehr rührenden: „Einmal hat eine alte Frau ihren Ehemann auf der Wiesn aus den Augen verloren. Sie hat eine Art Strichmännchen gezeichnet und mir gesagt, ich soll schauen, ob ich ihn wiedererkenne.“ Die Studenten bekommen von den Besuchern auch ab und zu kleine Aufmerksamkeiten geschenkt: „Rosen vom Schießstand, gebrannte Mandeln und Zuckerwatte. Nur einen Kaffee hat mir morgens leider noch niemand vorbeigebracht, den würde ich mir mal wünschen!“, sagt Kathrin.



Dienstältester im Wiesn-Infocontainer ist der junge Physiker Felix. Er ist seit sieben Jahren dabei und Vollprofi in Tarifen, Preisen und Strecke: „Mir macht das Spaß hier. Gerade war eine Kunde da, der mich vom Vorjahr wiedererkannt hat!“ Nebenan berät seine Kollegin gerade zwei amerikanische Touristinnen und erklärt, dass sie am Hauptbahnhof umsteigen müssen, wenn sie zum Marienplatz wollen. Und immer mit dem guten Ratschlag hinterher: „Don’t forget to stamp“ – „Vergessen Sie das Stempeln nicht“.

Ein Herz für die Wiesn
Nicht nur im Container werden Tickets verkauft, auch direkt am Eingang zur U-Bahn stehen die Wiesnschaffner mit ihren Umhängetaschen, Tickets und Wechselgeld. Manchmal bekommen sie auch eine Telefonnummer, erzählt die Studentin Constanze. Was der letzte Schrei in Sachen Wiesnmode ist, weiß sie ganz genau. 2013 waren es kurze Dirndl in allen Farben und Hüte mit Federschmuck. Constanze setzt selbst eher auf ein traditionelles Outfit: „Ich finde, ein Dirndl muss übers Knie gehen oder sogar bodenlang sein. Und die Farben sollten klassisch sein: Rot, Grün, Blau.“ Die Lust, selbst aufs Oktoberfest zu gehen, ist bei Constanze immer noch da: „Natürlich gehen wir abends, wenn wir keine Spätschicht haben, ins Bierzelt. Man muss das Oktoberfest ja gern mögen, um hier zwei Wochen lang zu arbeiten.“ Denn im Wiesn-Container riecht es auch immer verlockend nach dem Schmalznudeln von nebenan…

MVG Tipp: Kaufen Sie Ihre Rückfahrkarte schon bei der Hinfahrt oder wählen Sie eine Tageskarte. So haben einen entspannten Heimweg ohne Anstehen am Automaten!