Startseite1108x277px_2014_Kunden.jpg

Klingt ja außergewöhnlich!

28. Dezember 2015

Haben Sie sich bei einigen Haltestellen auch schon überlegt, woher der Name kommt? Wir haben uns der Sache auf unserer Facebookseite mal angenommen und erklären jedes Monat einen außergewöhnlichen Haltestellennamen. Wie z.B. Zum Durchblick, Lehel, In den Kirschen, Holzapfelkreuth und An der Point. Sie haben keine Ahnung, woher die Namen stammen könnten? Die Rätsel lüften wir im Beitrag!


Der neu gestaltete Platz im Herzen Sendlings ist nach dem Gastwirt Robert Harras benannt
, der dort im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugslokal für Münchner betrieb. Damals lag das Café samt Gartenwirtschaft an einer Weggabelung zweier Landstraßen, die nach Wolfratshausen und Weilheim führten, es hieß ebenfalls Zum Harras.


Woher der Name wohl kommt ...? In den Kirschen? Bei der Straße, die im Stadtteil Nymphenburg liegt, ist der Name denn auch wirklich Programm: Hier reiht sich ein Kirschbaum an den anderen. Wer die richtige Zeit erwischt, kann hier fette Beute machen. Mit den Linien 143, 151, 51 und N48 kommen Obstsammler direkt ins Früchteparadies.


Vielleicht weiß es ja schon jeder,
aber diese schöne Namensbedeutung wollten wir uns nicht entgehen lassen: Das Lehel. Am gleichnamigen U-Bahnhof hält die U4/U5 und die Tram 18. Im Jahre 1812 sollte das Lehel in St.-Anna-Vorstadt umbenannt werden, das konnte sich aber nicht durchsetzen. Die Namensherkunft leitet sich von Lohe her, was einen lichten Auwald bezeichnet. Es gibt noch die Theorie, in der sich Lehel  auf ein früher kleines Lehen bezog, in der Verkleinerungsform ein Lehel.

An der Haltestelle Holzapfelkreuth hält die U6 sowie die Busse 51, 151, 167 und N40. Der Name kommt von der Jägerfamilie Holzapfel: Im 19. Jahrhundert lebte Josef Holzapfel als Sohn eines Revierförsters dort auf seinem Gut mitten im Wald, 1859 erwarb er das 1844 erbaute Gut. Der Flurname Kreuth kommt von Reuten, dem alten Wort für Roden – und das Gut stand inmitten einer Waldrodung. Holzapfel + Kreuth = Holzapfelkreuth!

Auf vielfachen Nutzerwunsch haben wir den Haltestellennamen Am Knie erklärt. Es ist eigentlich ganz simpel: Die Straße hat ihren Namen, weil sie die Agnes-Bernauer-Straße und die Landsberger Straße in der Form eines menschlichen Knies verbindet. Hier hält der Bus 130 sowie die Tramlinien 19 und N19.

Eine Bushaltestelle des 162ers trägt den Namen Am Durchblick. Ob die Bewohner der Straße voll den Durchblick haben, wissen wir nicht, aber woher der Name stammt: Das Nymphenburger Schloss war früher mit dem Schloss Blutenburg durch eine Sichtachse, den Durchblick, verbunden, die heute leider nicht mehr vorhanden ist.