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Meine Haltestelle: Theresienwiese

05. September 2016

Ganz in der Nähe der Theresienwiese ist ein Firmenduo zu finden, das sich auf Traditionshandwerk spezialisiert hat: Die Linien U4 und U5 bringen die Kunden zu "Posamenten Müller" sowie zur Raumgestaltung Buchele".

Die meisten Leute kennen die U-Bahnstation Theresienwiese und die dortige Paulskirche vor allem von der Anfahrt zum Oktoberfest oder anderen großen Festivitäten ...

 

... Doch die beiden in einem Hinterhof versteckten Geschäfte - gegründet 1865 und 1895 - sind sogar noch älter als das markante Gotteshaus, das 1906 eingeweiht wurde.

 

Andreas Buchele hat die Posamentenmacherei von seinem Vater übernommen und führt die Tradition fort.

 

Posamenten sind textile Zierstücke - einst dienten sie als Statussymbole für die Herrschenden.

 

Heute bringen sie unter anderem in restaurierten Königsschlössern die Besucher zum Staunen. Der Fertigungsprozess braucht Geduld ...

... und eine ruhige Hand. Imposant ist auch die riesenhafte Maschine, die verschiedene Garne zu Mustern und Quasten verspinnt.

 

Die prächtigen Stoffe, die es nebenan in der "Raumgestaltung Buchele" gibt, hängen unter anderem als Wandbespannung in der Alten Pinakothek. Sie sind aber auch für Privatleute interessant: Wer ein historisches Möbel besitzt, kann dies hier neu bespannen lassen.

Der Hinterhof, der beide Geschäfte beherbergt, ist ein verstecktes Idyll in der Ludwigsvorstadt - nur ein paar Schritte weg von dem wohl berühmtesten Feierort Münchens, den bald wieder Zigtausende von Nah und Fern besuchen werden.

Fotos: Kerstin Groh

Die Reihe "Meine Haltestelle" erscheint regelmäßig in unserer Kundeninformation "MVGinfo". Der Artikel zur Theresienwiese ist in der Ausgabe 3/2016 veröffentlicht.