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100 Liter Farbe für einen Bahnhofs-Oldie

27. Oktober 2016

Vielleicht haben Sie es schon gesehen: Derzeit erfährt einer der ältesten U-Bahnhöfe Münchens, der Nordfriedhof auf der Linie U6, eine Schönheitsbehandlung. Da wird gemalert und geputzt, poliert und abgeschliffen ...


Ursprünglich war der U-Bahnhof, für den 1965 der erste Stahlträger des Münchner U-Bahnbaus in die Erde gerammt wurde, in Grau und Blau gehalten. Vor 15 Jahren kamen dann die orangefarbenen Flächen dazu – jetzt hat man sich für ein helles Blau entschieden, das dem Bahnhof ein frischeres Gesicht gibt. Die typischen ockerfarbenen Säulen und der gesamte 1970er-Jahre-Look aber blieben erhalten.

Am Abgang zum Bahnsteig sieht man den Unterschied: Das helle Blau überstrahlt die graue Tristesse. Rund 100 Liter Farbe brauchen die Maler aus den hauseigenen Werkstätten, um den U-Bahnhof Nordfriedhof aufzuhübschen. Gleichzeitig werden kleinere Reparaturen durchgeführt, um den optischen Gesamteindruck zu verbessern. Dazu gehören auch Reinigungsarbeiten, die über den Alltagsputz hinausgehen, so etwa die Deckenlamellen.



Ein Maler streicht die Balustrade mit einer wasserabweisenden Farbe - schließlich muss man die Wände auch künftig gut reinigen zu können. Rund fünf Wochen lang arbeiten die Maler am Nordfriedhof. Um an die Decke zu gelangen, müssen auch Gerüste an den Bahnsteigen aufgebaut werden und Rolltreppen teilweise abgeschaltet werden. Auch die Türen im Zwischengeschoss bekommen einen neuen Anstrich:

Hinter der Erneuerung steckt ein Programm: In den vergangenen zwei Jahren bekamen auch die Bahnhöfe Olympiazentrum, Harthof und Am Hart (2014), Westendstraße, Aidenbachstraße, Thalkirchen, Theresienwiese und Alte Heide (2015), Fürstenried West, Partnachplatz, Rotkreuzplatz und Nordfriedhof (2016) eine Rundumerneuerung.  Weitere Bahnhöfe folgen!

Dass auch gilt: "Oldies but Goldies", zeigen wir euch im gleichnamigen Beitrag über die ältesten U-Bahnhöfe Münchens aus den 1970er Jahren.