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Meine Haltestelle: St.-Jakobs-Platz

04. September 2017

Während der Wiesn ist für Ursula Fröhmer die ruhigste Zeit im Jahr. Das ist auch deshalb etwas verblüffend, weil die gebürtige Münchnerin ein klassisches Wiesn-Geschäft betreibt: Sie verkauft Tracht in ihrem Laden im Orag-Haus am St.-Jakobs-Platz.

Seit 1979 führt Ursula Fröhmer ihren Laden im Herzen de Stadt bereits. Ob echtes Dirndl, Lederhosen, Mieder oder handgestrickte Loferl - traditionelles Gwand ist ihr Metier. Ihre Dirndl-Vorlagen orientieren sich an der regionalen Tradition und ihren Besonderheiten - etwa Miesbacher, Traunsteiner, Dachauer oder Feldmochinger Tracht. Und das Schneidern liegt in ihrer Familie, aber dazu unten mehr...

"Orag" steht für "Oberbayerische Rohstoff- und Arbeitsgemeinschaft" - seit 1929 trägt das vierstöckige Gebäude am St.-Jakobs-Platz diesen Namen.

Ursula Fröhmer kam in diesem markanten Haus im Jahr 1948 zur Welt, ihre Eltern lebten und arbeiteten hier als Herrenmaßschneider. Spezialisiert hatten sie sich auf Brautmoden.

 

Doch als sie das Geschäft ihrer Eltern vor 38 Jahren übernahm, wechselte Ursula Fröhmer auf Tracht.

Eine besonders arbeitsreiche Zeit ist für sie und ihre Mitarbeiter natürlich vor Start des Oktoberfests. Die Bestellungen fürs nächste Jahr kommen dann wieder ab November rein, wenn die Wiesn gerade rum ist.

Früher galt das Eck rund um den St.-Jakobs-Platz übrigens als verrufen. Heute ist der St.-Jakobs-Platz hingegen ein Vorzeige-Ort und ein Muss für viele München-Besucher.

Mit schönen Cafés, dem Stadtmuseum, der Synagoge und dem Jüdischen Museum ist dieser Platz im Herzen Münchens mittlerweile wunderbar gestaltet.

 

Die MVG bringt Sie hin:

MetroBus 52 und 62, St. Jakobs-Platz

Fotos: Kerstin Groh

Die Reihe "Meine Haltestelle" erscheint in unserer Kundeninformation MVGinfo. Der Artikel zum Nationalmuseum / Haus der Kunst ist in der aktuellen Ausgabe 3/2017 veröffentlicht.