U-Bahn_1200x300.jpg

Zweites Leben für vergessene Regenschirme

13. März 2019

In U-Bahn, Bus und Tram bleiben sie zuhauf liegen, vor allem nach bewölkten Tagen: Regenschirme. Kariert und gepunktet, bunt und einfarbig, als Stockschirme oder zum Zusammenfalten. Sie alle kommen dann ins MVG Fundbüro in der Elsenheimerstraße. 

Im MVG Fundbüro hat Chef Robert Gräcmann kürzlich hundert Regenschirme ausgesucht – um ihnen ein zweites Leben für ein Kunstprojekt zu geben. Er erzählt: „Wir haben ganz unterschiedliche Schirme genommen: Nur zu dunkle Farben wie Schwarz oder Dunkelblau sollten sie nicht haben.“ Die vergessenen Regenschirme werden nun zu Kunst: Open space heißt die Installation von Sophie Johanna Kaiser, die am kommenden Freitag, 15. März in Laim gezeigt wird. Die Regenschirme aus dem Fundbüro werden aufgespannt, im Boden verankert und von unten mit Kerzen beleuchtet: Sie schimmern dann märchenhaft in der Dunkelheit: 

Mit der Installation, die im Rahmen der Bürgerinitiative inlaim stattfindet, will die Künstlerin auf Themen wie Wohnungsnot, Obdachlosigkeit und prekäre Wohnsituationen in München aufmerksam machen. An sechs verschiedenen Orten, u.a. in der Kirche St. Ulrich, wird die Lichtinstallation von Musik und Performances begleitet.

Sophie Johanna Kaiser sagt: „Mein Ziel ist es, dass Laim für einen Moment zum Anziehungspunkt für künstlerisch interessierte Menschen der Stadt wird, zu einem temporären Treffpunkt auch für die Bewohnerinnen und Bewohner von Laim.“ 

Wann geht’s los? 15. März, um 19 Uhr am Laimer Anger, eine Voranmeldung ist nicht nötig. 

 

Fotos Copyright @ Silvana Weber.